Marke
Eine Marke oder auch Brand steht für Eigenschaften einer Ware oder Dienstleistung, die sie gegenüber die Konkurrenz unterscheiden lassen. Es gibt klare Markenzeichen, welche Konsumenten über deren Betrachtung Rückschluss auf das Unternehmen schliessen lassen. Beispiel dafür ist das geschwungene „M“ von McDonalds, die 4 Ringe von Audi oder der Stern von Mercedes. Anhand einer prägnanten Marke lässt sich ein Objekt von konkurrierenden Objekten unterscheiden und zuordnen. Konsumenten orientieren sich auch gerne an Marken und verbinden Markenzeichen mit Qualitätsversprechen oder persönlicher Positionierung in der Gesellschaft. Wieso muss jemand einen Mercedes mit einem Mercedes-Stern fahren, wenn auch ein anderes Auto den Sinn des Transportes von A nach B genauso gut erledigt? Eine erfolgreiche Markenpositionierung ist aber nur dann möglich, wenn die Marke klare Alleinstellungsmerkmale hat und sich so von der Konkurrenz abgrenzen kann. Eine Marke muss aktiv kommuniziert werden um erfolgreich zu sein. Hier spricht man von Branding, wenn einem Produkt oder Dienstleistung ein unverkennbares Gesicht in Form von Farbe, Design, Qualität, Nutzerversprechen etc. gegeben wird. Wird ein Produkt am Markt eingeführt oder das Ziel verfolgt die Markenbekanntheit zu erhöhen, so spricht man von Brand Management oder Markenführung. Es gibt auch Situationen, wo eine bereits bekannte Marke eine neue Identität erhalten soll: Dabei spricht man von Rebranding, was in den meisten Fällen kosten- und kommunikationsintensiv sind.

Markenbewusstsein
Unter Markenbewusstsein versteht man die Identifikation und Präferenz von Konsumenten an Markenprodukten, im Vergleich zu sogenannten No-Name Marken oder markenloser Ware. Vor allem im Bereich in der Bekleidungsindustrie (Fashion) und Konsumgüterbranche wird nicht nur die Zweckmässigkeit eines Produktes oder ein bestimmter Produktnutzen gekauft, sondern die Solidarität und Identifikation mit einer Marke. Gewisse Konsumenten sind regelrecht einer Marke „verfallen“ und kaufen ausschliesslich solche: Seien es zum Beispiel Jugendliche, welche nur ausschliesslich Adidas-Sneaker tragen oder gutbetuchte Leute, welche sich nur in Gucci, Prada oder Armani kleiden. Vor allem bei Jugendlichen kann ein übertriebenes Markenbewusstsein negative Ausprägungen erhalten und sozialen Druck auslösen: Trägt man im Freundeskreis nicht eine bestimmte Marke, so kann man ausgestossen oder gar gemobbt werden. Man gehört dann einfach nicht dazu. Marken werden als Prestigeobjekte gehandelt, vor allem bei hochpreisigen Gütern wie Fahrzeugen, Kleidungsstücken, Uhren etc. Eine Rolex für CHF 8‘000 hat kostentechnisch ein gleiches Uhrwerk drin wie eine Uhr für CHF 50.-. Gekauft wird mit einer Marke ein gutes Gefühl, die Sicherheit von Qualitätsversprechen und das teilweise extrovertierte Präsentieren der Markenprodukte als Zeichen des persönlichen Erfolges.

Markenelement
Unter einem Markenelement versteht man Gestaltungsmerkmale einer Marke, bestehend aus Logos, Simbolen, Namen, Farbe, Schrift etc., welche in ihrer Gesamtheit die Markenidentität prägen. Werbung besteht immer aus einer Kombination diverser Markenelemente wie Text, Bild, Grafik etc. und in den seltensten Fällen aus einem einzelnen Element.

Markentreue
Die Markentreue ist Teil des Markenbewusstseins, wo sich ein Konsument durch bestimmte Eigenschaften, Image, Bekanntheitsgrad oder Wert einer Marke zu deren Kauf entscheiden. Markentreue findet sich oft im Konsum bei Zigaretten, Biermarken, Autos etc.

Marketing
Das Marketing bezeichnet einen Unternehmensbereich, welche das Ziel hat das Unternehmen, Marke oder Produkt über diverse Kanäle zu vermarkten. Zudem steht Marketing für das Beeinflussen von Kaufentscheidungen bis hin zur Führungskonzeption, wo ganzheitliche, marktorientierte Ansätze zum Tragen kommen. Marketing ist eine kunden- und marktorientierte Unternehmensführung, womit Einzelpersonen oder ganze Gruppen in ihren Bedürfnissen und Wünschen befriedigt werden. Ein klassischer Marketing-Mix besteht aus den 4Ps wie Product (Produkt), Price (Preis), Promotion (Kommunikation) und Place (Vertriebskanal). Marketing ist ein sehr weitläufiger Begriff und kann in diverse Unterkategorien unterteilt werden wie Handelsmarketing, Investitionsgütermarketing, Local, Branding, Stadtmarketing, Gesundheitsmarketing, Gender Marketing, Sensorisches Marketing, Eventmarketing, Visual Marketing, Direct Marketing, Konsumgütermarketing und viele mehr.

Marketingstrategie
Eine Marketingstrategie umschreibt das langfristige Ziel für die Entwicklung des Marketing-Mix. Hierbei wird ein langfristig ausgerichtetes Vorgehen zur Realisierung von Marketingzielen definiert.

Marketingziele
Hier werden konkrete Ziele definiert, welche durch gezielte Marketingmassnahmen erreicht werden wollen. Marketingziele können diverse Ausprägungen haben wie z.B. einen direkten Einfluss auf Gewinn, Marktanteil, Bekanntheit eines Unternehmens, Marke oder Produktes, Marktdurchdringung, Verhalten bei Kundenreklamationen etc. Ein Marketingziel soll klar umschrieben sein und vor allem realistisch. Marketingziele unterscheiden sich zwischen quantitativen und qualitativen Punkten.

Marktanalyse
Ist die quantitative und qualitative Erhebung von relevanten Daten eines Gesamtmarktes oder Teilmarktes, woraus klare auf Marketingziele ausgerichtete Erkenntnisse gezogen werden sollen. Eine Marktanalyse hat nicht selten den Zweck darin, Kundenwünsche besser verstehen zu können um Produkte, Dienstleistungen oder bis hin zu Strategien besser auf diese ausrichten zu können. Ein oft genutzter Ansatz bietet eine SWOT-Analyse, wo Stärken, Schwächen, Chancen und Gefahren eines Marktes, Unternehmens, Konkurrenz sowie sozialem Umfeld etc. näher hinterleuchtet werden.

Marktforschung
Eine gute Werbung funktioniert nur, wenn Daten über die Zielgruppe vorhanden sind. Eine Marktforschung ist eine auf eine bestimmte Zeitperiode festgelegte Analyse eines oder mehrerer Marktsegmente um die spezifischen Verhaltensweisen systematisch aufzuzeigen. Aus den Resultaten einer Marktforschung können Ableitungen für erfolgreiche Mediapläne entwickelt werden oder auch Erkenntnisse in Marketingstrategien und Marketingpläne einfliessen.

Marktsegment
Ein Gesamtmarkt kann in sich in diverse Marktsegmente unterteilt werden, welche regional oder auch soziodemographisch ausfallen können. In der Werbung können Gesamtmärkte beworben werden oder einzelne / mehrere Marktsegmente.

Massenmedium
TV, Radio, Internet, Zeitungen etc. sind sogenannte Massenmedien, welche einem breiten heterogenen Publikum zur Verfügung stehen und aktiv genutzt werden. Wichtige Nachrichten werden über Massenmedien kommuniziert, da diese schnell und verlustfrei an die Empfänger gelangen können.

Media-Controlling
Bei grösseren Kampagnen empfiehlt sich ein striktes Media-Controlling, wo die Strategie, Budget, Leistungen und Resultate während der Kampagne laufend analysiert werden um allfällige Kontrollmassnahmen vornehmen zu können. Hierbei soll vor allem dem Auftraggeber eine laufende Transparenz gewährt und die Effizienz der kostspieligen Kampagnen gesteigert werden.

Media-Einkauf
Ist das gezielte Einkaufen und Buchen von Werbeplätzen über verschiedene Mediakanäle wie Online, TV, Radio, Print, etc., welche auf einem Mediaplan basiert. Hierbei werden Werbeflächen, Werbezeiten, Zielgruppen etc. definiert und für eine bestimmte Zeit reserviert.

Media-Mix
Bei einem Media-Mix spricht man von der Kombination verschiedener Werbemedien wie TV, Print, Radio, Online, Mobile etc., welche bei crossmedialen Kampagnen definiert werden.

Media-Planung
Eine erfolgreiche Kampagne braucht eine klar durchdachte, auf das Budget ausgerichtete und der Zielgruppe entsprechende Media-Planung. Hierbei werden Werbemittel und Werbeträger definiert. Das Ziel ist eine hohe Effizienz der Kampagne zu erreichen.

Mind-Mapping
Ist eine Kreativitätstechnik und Methode zur strukturierten Aufzeichnung von Gedanken und Ideen. Mind Mapping eignet sich sehr gut dank der grafischen Darstellung in Form von Astgabelungen für eine übersichtliche Darstellung.

Mobile-Aussenwerbung
Mobile-Aussenwerbung ist nicht mit Mobile, also Smartphone oder Handywerbung, zu verwechseln. Bei Mobile-Aussenwerbung spricht man von Fahrzeugbeschriftungen, speziellen Fahrzeuganhängern oder Fahrzeugen selbst, welche spezielle für Werbezwecke gebaut oder umgebaut werden. Denken Sie hierbei zum Beispiel an die Hot-Dog Mobile in Amerika, was ein sehr schönes Beispiel von Mobile-Aussenwerbung ist.

Mobile-Marketing
Mobile-Marketing ist die Umschreibung von Marketingmassnahmen unter Verwendung mobiler Endgeräte wie Smartphones, Handys, iPads und weiteren Tablets mit dem Ziel, die Konsumenten möglichst direkt zu erreichen und zu einer bestimmten Reaktion zu bewegen. Diese Aktivitäten können transaktionsbezogen sein, rein informativ, unterhaltend über Games, Musik, Videos etc. oder über klassische Mobile-Werbebanner. Display Werbung auf Mobiles hat in den letzten Jahren massiv zugenommen da sich das Kaufverhalten der Bevölkerung in den letzten Jahren auch stark verändert hat. Heute besitzt so ziemlich jeder in der Schweiz ein Mobile oder Smartphone und nutzt diese aktiv in der Informationsbeschaffung, Informationsteilung und auch zum Einkauf in E-Commerce Shops. Der Trend an Mobile-Shopping wächst kontinuierlich, womit auch im Media-Mix künftig dem Mobile-Marketing ein höheres Gewicht zugeschrieben wird. Ein Effekt vom Mobile-Marketing ist auch die Entwicklung von Websites in responsive Webdesign, womit das Design und Struktur von Websites in der Logik auf die kleineren mobilen Endgeräten verlustfrei wiedergegeben werden.

Moskito Marketing
Vor allem kleinere Unternehmen mit einem tiefen Werbebudget setzen oft auf das sogenannte Moskito Marketing, wo sich diese Unternehmen quasi als Trittbrettfahrer an grosse Werbekampagnen heften und dabei deren Werbewirkung ausnutzen.

Mouse-Over
Wenn mit der Computermaus über einen Link oder Werbefeld gefahren wird und damit eine bestimmte Aktion ausgelöst wird, so spricht man von einem Mouse-Over-Effekt. Ein Mouse-Over Effekt kann zum Beispiel die Vergrösserung eines Bildes sein, das Abspielen von Musik, eine bestimmte Animation etc.

Multichannel-Strategie
Unter Multichannel-Strategie versteht man die Nutzung diverser Kommunikations- und Kontaktkanäle von Konsumenten. Heute wollen Konsumenten nicht nur an eine bestimmte Kontaktmöglichkeit wie z.B. einen Laden gebunden sein, sondern mehrere Möglichkeiten haben, ihre Bedürfnisse zu stillen. So haben heute Online-Händler auch stationäre Geschäfte und umgekehrt oder auch die hohe Nutzung von Smartphones und Mobiles bietet weitere Kommunikations- und Kontaktmöglichkeiten. Konsumenten wollen heute flexibel in der Handlungsweise bleiben und spontan einkaufen können. Werbung erfolgt zum Beispiel über Mobile und Web, der Artikel wird via Telefon Webshop bestellt und über den Postversand an den Käufer geschickt. Für Unternehmen bedeutet eine Multichannel-Strategie eine Chance, ihre Flexibilität und Innovationskraft den Kunden gegenüber zu zeigen und im Endeffekt näher am Kunden zu sein. Diese Strategie verfügt aber auch über gewisse Risiken in Bezug auf die Kannibalisierung der einzelnen Kanäle. Werden vermehrt Käufe über den Webshop getätigt, so können die Umsätze im stationären Geschäft sinken. Intelligente Multichannel-Strategien verknüpfen die User-Journey oder den Kaufprozess über diverse Kanäle um diesem Risiko entgegen zu wirken. So können zum Beispiel Artikel, welche online (oft mit Rabatt) bestellt wurden an sogenannten Hot-Spots oder Abholpunkten abgeholt werden, die sich meistens in den stationären Geschäften befinden.

Mund-zu-Mund Propaganda
Wenn persönliche Empfehlungen ausgetauscht werden, so spricht man von Mund-zu-Mund Propaganda. Es ist wie der virale Effekt im Onlinebereich, nur eben im realen Leben. Konsumentenmeinungen sind eine nicht zu unterschätzende Kraft in der Werbung. Hat ein Produkt ein schlechtes Image erreicht, dies z.B. durch fehlende Versprechungen oder Fehlfunktion, so kann sich dies sehr schnell im Gespräch untereinander austauschen, was bis hin zur Rücknahme oder Einstellung der Produktion führen kann. Ein Gespräch zum Beispiel über den Gartenhag unter Hausfrauen zum neuen Waschmittel kann dazu führen, dass auch die Nachbarin beim nächsten Einkauf zum besagten neuen Waschmittel greift. Mund-zu-Mund Propaganda lässt sich schwer steuern. Eine Ausnahme bilden Testimonials, wo gezielt Personen Erfahrungsberichte kontrolliert vermitteln.

Mystery Shopping
Im stationären Handel werden über sogenannte Mystery Shopping-Käufe die Freundlichkeit des Verkaufspersonals überprüft, die Warenverfügbarkeit, Sauberkeit und noch diverse weitere Kriterien. Zusammengefasst kann man sagen, dass via Mystery Shopping die Dienstleistungsqualität erhoben wird. Hierbei geben sich Mystery Shopper als reguläre Interessenten und Käufer aus, haben jedoch einen klaren Kriterienkatalog worauf sie achten. Im Endeffekt sollen Verbesserungspotenziale erkannt werden, woraus Massnahmen abgeleitet werden können. Mystery Shopping muss nicht nur im Handel stattfinden. Dieser kann auch telefonisch erhoben werden, im Aussendienst über die schriftliche Kommunikation etc.